Wie früh sollte ein Vermietunternehmer seine Nachfolge planen?
Die ehrliche Antwort lautet: früher, als Ihnen lieb ist. Drei bis fünf Jahre Vorlauf sind kein Luxus, sondern der Zeitraum, in dem sich noch etwas bewegen lässt.
Warum Mietparks besonders viel Vorlauf brauchen
In vielen Branchen kann man ein Unternehmen innerhalb eines Jahres übergeben. Bei Vermietunternehmen ist das schwieriger – aus vier Gründen:
- Der Maschinenpark hat einen Investitionszyklus von acht bis zwölf Jahren. Was heute beschafft wird, prägt den Betrieb weit über eine Übergabe hinaus.
- Kundenbeziehungen hängen häufig an Personen, nicht an Verträgen.
- Finanzierungen haben Laufzeiten, die über den geplanten Ausstieg hinausreichen.
- Die Rolle des Inhabers ist im Alltag oft größer, als er selbst annimmt.
Was sich mit fünf Jahren Vorlauf noch ändern lässt
- die Flottenstruktur an die tatsächliche Nachfrage anpassen
- die zweite Führungsebene aufbauen, damit der Betrieb ohne Sie läuft
- Kundenbeziehungen von Ihrer Person auf das Unternehmen übertragen
- Auslastungsdaten sauber erfassen, um sie später belegen zu können
- Wartungs- und Prüfdokumentation vollständig aufarbeiten
- Finanzierungslaufzeiten auf den geplanten Übergabezeitpunkt abstimmen
- die Immobilienfrage steuerlich klären
Was mit einem Jahr Vorlauf noch geht
Unterlagen ordnen, Zahlen bereitstellen und den Prozess sauber führen. Das ist nicht wenig – aber die strukturellen Themen sind dann entschieden.
Eine gute Nachfolge beginnt häufig lange vor dem eigentlichen Verkauf.
Der beste Zeitpunkt für das erste Gespräch ist der, an dem Sie noch nichts entscheiden müssen.
Der häufigste Fehler
Zu warten, bis ein äußerer Anlass die Entscheidung erzwingt: eine Erkrankung, ein Unfall, eine anstehende Großinvestition, die man sich nicht mehr zutraut. Unter Druck verkauft niemand gut. Wer aus einer Position der Ruhe verhandelt, kann Bedingungen stellen – zur Übergangsphase, zur Zukunft der Mitarbeiter, zum Namen des Unternehmens.
Der zweithäufigste Fehler
In den letzten Jahren vor der Übergabe nicht mehr zu investieren. Das ist menschlich verständlich – warum sollte man eine Maschine kaufen, deren Nutzungsdauer über den eigenen Ausstieg hinausreicht? Wirtschaftlich ist es meist ein Verlustgeschäft: Der Investitionsstau wird im Kaufpreis berücksichtigt, und zwar in aller Regel härter, als die eingesparte Investition gekostet hätte.
Ein Gespräch ist keine Entscheidung
Der wichtigste Punkt zum Schluss: Ein Gespräch über eine mögliche Nachfolge ist keine Absichtserklärung. Es verpflichtet zu nichts, verändert nichts an Ihrem Unternehmen und wird niemandem bekannt. Es gibt Ihnen lediglich eine Grundlage für Entscheidungen, die Sie ohnehin treffen müssen.
Sie möchten über Ihr Unternehmen sprechen? Ein erstes Gespräch ist unverbindlich und bleibt vertraulich. Rufen Sie an unter +49 4944 3009863 oder stellen Sie eine vertrauliche Anfrage.